Lions International 100 – Lions Hungary 28: We serve! – Wir dienen!

1917 in Chicago gegründet, schrieb sich der Lions Club die Wohltätigkeit aufs Banner, Kranken, Behinderten, Bedürftigen zu helfen, sie, wenn möglich, in die Arbeitswelt einzugliedern.

Seit 1989 sind die Löwen auch in Ungarn aktiv: mit ungarnweit 40 Klubs und über 900 Mitgliedern. Heute, am 3. April, feiern sie den 100. Geburtstag ihrer Wohltätigkeitsbewegung. Der Schauplatz: das Medizinhistorische Museum Semmelweis, die Geburtstagsfeier: eine Zusammenarbeit von Lions Hungary, der Ungarischen Post Magyar Posta und dem Museum, wo die Lions Ausstellung eröffnet wurde: Geschichte, Programme, Ziele (bis zum 22. April geöffnet).

Die ungarischen Lions setzen ihre in Projekten verankerten Zielsetzungen um, so trugen sie aktiv zum Inkubator-, dem Stammzellen-Programm bei, fördern hochbegabte Schüler und Studenten, rufen am Tag der Erde zum Großputz in ungarischen Wäldern auf. Priorität hat in diesem Jahr das Sehen. Die Löwen klären auf, organisieren ’Augen’-Reihenuntersuchungen (bisher 3000), helfen Sehbehinderten und Blinden bei der Integration in die Arbeitswelt, wenn es um dringend benötigte Blindenhund oder  – brandneu –  um den gerade erst probeweise vorgestellten Blindenstock i-cane geht.

Was die Magyar Posta mit Lions Hungary und dem Semmelweis Museum verbindet?  Die heute, zum Zentenarium von Lions International herausgebrachte Briefmarke, ein Sonderdruck, vom Graphikkünstler György Kara entworfen, Nennwert 120 Forint, Auflage 50 000. Es soll weltweit die erste Gedenkmarke zum Zentenarium sein, bestimmt werden Sonderdrucke auch in anderen Ländern erscheinen.

2009 hob der Verband der Lions Klubs in Ungarn den Lions Fair Play-Preis aus der Taufe. Preisträger 2017 ist der TV-Journalist  Róbert Kárász mit der Begründung: das Engagement, verschwundene Kinder zu finden. Seit 2011 strahlt das Fernsehen den Aufruf mit Photos und Personaldaten der verschwundenen Kinder im Programm „Ezer lámpás északája – Nacht der 1000 Laternen” aus.  (2016 sind in Ungarn 15 000 Kinder und Jugendliche verschwunden, die meisten tauchen wieder auf, 100 bleiben in jedem Jahr allerdings verschollen!)  Er ist auch der Initiator der Bewegung  „Fogadj örökbe egy macit! – Adoptiere einen Teddy”. Unter diesem Motto wird Behinderten geholfen, ihren Weg, ihre Aufgabe – sprich einen entsprechenden Arbeitsplatz  –  zu finden.